Ernährungsumstellung, aber wie?

Ich kenne viele Menschen die eine Ernährungsumstellung möchten, gerne ein paar Pfunde weniger auf den Rippen hätten, sich wohler fühlen möchten oder einfach gesünder leben möchten. Alle haben sie eins gemeinsam – sie wissen einfach nicht wie sie das anstellen sollen, sie wissen aber wohl, dass sie ihre Ernährung umstellen müssen.

Oft fehlt diesen Menschen bereits die Motivation sich mit dem Thema ausreichend auseinanderzusetzen, denn es könnte anstrengend und kompliziert werden. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen dass es viel Spaß macht sich bewusst und gesund zu ernähren. Es mag am Anfang in der Tat schwierig erscheinen, ich dachte auch „oh mein Gott, das schaff ich nie…“, und ich hab es doch geschafft. Wenn du deine Ernährung umstellen willst ist eines ganz wichtig: nimm dir nicht bereits den Mut und die Motivation indem du sagst „das schaff ich nie“, denn dann schaffst du es auch nie. Ich habe es geschafft weil ich mir eingeredet habe „ich schaffe das!“.

Experimentieren macht Spaß, besonders beim Kochen. Ein einfaches Rührei kann jeder, ist aber auch langweilig. Wie aber wäre es das Rührei etwas aufzupeppen? Eine Zwiebel mit etwas Kantenschinken anbraten, gibt einen Tollen Geschmack und das Salz ist schon im Schinken drin, einen Hauch Pfeffer, ein paar Kidneybohnen für wertvolle Kohlenhydrate, und schließlich ein paar Eier und etwas Schnittlauch. In 10 Minuten hast du so aus einem einfachen Rührei eine vollwertige Mahlzeit kreiert die obendrauf auch noch Stunden satt hält. Das war übrigens heut mein Mittagessen weil es schnell gehen musste. Eine Semmel mit Wurst wäre zwar noch schneller gewesen, aber ach deutlich ungesünder.

Ernährungsumstellung ist kein Hexenwerk und erfordert auch keine hohe Bildung, JEDER ist in der Lage dazu, man muss en nur wirklich WOLLEN!

Motivation ist das A und O

Sich selbst zu motivieren ist nicht immer einfach. Wenn man aber bereits Beschwerden aufgrund einer mangelhaften Ernährung hat, sollte eine Ernährungsumstellung umso leichter fallen. Halte dir in dem Fall nur einmal vor Augen, dass du diese Beschwerden loswerden kannst, nur indem du dich ordentlich ernährst. Ständige Müdigkeit, Trägheit, regelmäßige Kopfschmerzen, auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gelenkbeschwerden, unreine Haut, Entzündungen sind oft auf schlechte Ernährung zurückzuführen.

Beeinflusse deine Glaubenssätze positiv indem du dir ständig nur positives Einredest. Sag dir niemals ich kann das nicht, sag dir dass du das mit links schaffst. Rede mit deiner Familie und Freunden über deine Ernährungsumstellung und ziehe dir positives Feedback. Es werden nicht immer alle Mitmenschen positiv darüber denken. In einem sei dir aber sicher: die die eine sinnvolle Ernährungsumstellung ins lächerliche Ziehen sind die, die mit 50 körperlich so kaputt sind dass sie kaum mehr arbeiten gehen können. Du hingegen wird auch im Alter aller Wahrscheinlichkeit nach noch fit sein und dein Ruhestand genießen können.

Mache ein Vorher-Bild! Ganz wichtig, beschönige nichts auf dem Bild! Versuche alle negativen Aspekte von dir tatsächlich so dramatisch darzustellen wie sie auch sind. Platziere das Bild schließlich an einem oder mehreren Orten an denen du ständig daran erinnert werden wirst, wie du nicht mehr aussehen möchtest und wie du dich auch nicht mehr fühlen möchtest. Du hast ein Smartphone? Perfekt, stelle das Bild als Hintergrundbild ein.

Lass dich vor allem nicht dadurch entmutigen dass du nicht sofort etwas merkst nachdem du den Schritt zur Ernährungsumstellung gewagt hast. Nach ein bis zwei Wochen wirst du dich aber deutlich fitter fühlen und mehr Energie haben.

Verzichten? Nein Danke!

Eine Ernährungsumstellung bedeutet nich immer verzichten zu müssen. Ich zum Beispiel hasse es zu verzichten. Ich esse unglaublich gerne gute Burger, das Problem ist nur dass die meistens recht ungesund sind. Das ungesündeste sind aber die Buns, die Hamburgerbrötchen, da dort Zucker und vor allem Weißmehl drinnen ist. Wenn man aber nicht drauf verzichten möchte backt man die Buns einfach selbst.

So kann man das mit vielem tun, sogar Pfannkuchen kann man weiter essen, wenn man die Rezepte etwas auf gesund trimmt.

Eines gibt es aber worauf du definitiv verzichten solltest, nämlich industrielle Fertiggerichte, besonders die Instantgerichte. Hier wird mit so vielen Chemikalien hantiert dass es nicht mehr gesund sein kann. Oder warum glaubst du gibt es den Beruf des Lebensmittelchemiker?

Beginne in kleinen Schritten

Wenn du alleine schon raffinierten Zucker und Weizenmehl aus deinem Ernärungsplan streichst erreichst du schon viel damit. Das sind die Dickmacher Nummer eins. Da ich aber auf die Süße im Grünen Tee und im Kaffee nicht verzichten möchte, verwende ich statt dessen Erythrit.

Beschäftige dich doch einmal etwas mit dem Thema Kohlenhydrate. Du wirst schnell erkennen dass die kurzkettigen (auf die Molekyhlkette bezogen) die schlechten, die Dickmacher sind.

Der Heißhunger schwindet

Wenn du weniger kurzkettige Kohlenhydrate isst, fügst du deinem Körper auch weniger Zucker hinzu. Dein Blutzuckerspiegel bleibt niedrig und somit auch die Insulinproduktion. Zuviel Zucker bedeutet Zuviel Insulin, zu viel Insulin bedeutet Fetteinlagerung in die Zellen, vereinfacht gesagt.

Erste Erfolge sind Balsam für die Seele

Niemand macht eine Ernährungsumstellung ohne Erwartungen. Wenn man aber nach wenigen Wochen feststellt, dass sich der Körper verändert, die Haut gesünder ausschaut, man Gewicht verliert oder sich einfach nur viel fitter fühlt sind wohl die ersten Erfolge eingetroffen. Das spornt richtig an und gibt einen echten Motivationsschub.

Es kann aber auch je nach Körper sein, dass die Erfolge lange ausbleiben. Zum einen ist es ja so, dass du dir den Zustand über Jahre hinweg „angefressen“ hast, zum anderen können aber auch gesundheitliche Probleme eine Rolle spielen, wie etwa die sogenannte Fettleber. Einen Arzt in dem Fall aufzusuchen ist sicher ein guter Weg.

Nicht von Rückschlägen entmutigen lassen

Gerade wenn man seine Ernährung umstellt um Gewicht zu verlieren, kann es gerne mal zu Rückschlägen kommen. Mann stellt nach 4 Kilo Gewichtsverlust fest, dass man plötzlich wieder zugenommen hat, und das obwohl man gesund gegessen hat. Das kann völlig normal sein, da wie zuvor bereits erwähnt, du dir den Zustand schließlich über Jahre hinweg „angefressen“ hast.

Zudem muss sich dein Körper auch erst mal wieder an diese gesunde Nahrung gewöhnen und darauf einstellen. In unserem Gehirn ist der Hypothalamus dafür verantwortlich, und der muss nun erst einmal „resettet“ werden.