Gemüsebrühe selbstgemacht, einfach gut!

Gute Gerichte haben alle eines gemeinsam, sie haben eine Basis, bei Gemüse und Aufläufen ist es nicht selten eine Gemüsebrühe. Wer aber hat heutzutage zwischen Beruf, Freunden, Freizeitaktivitäten und dem was sonst so auf der Tagesordnung steht, noch die Zeit, eine Gemüsebrühe zu Kochen? Außer meiner Oma kenne ich da ehrlich gesagt sonst kaum wen. Was tun wir also? Wir greifen zu Instant-Produkten aus dem Supermarkt. Die haben aber fast alle ein bis zwei entscheidende Nachteile, entweder sind Unmengen Geschmacksverstärker enthalten oder sie schmecken schlicht und ergreifend nicht. Aber es geht auch anders, Gemüsebrühe selbstgemacht! Ich zeige dir wie einfach es ist eine Instant-Gemüsebrühe selbst zu machen, eine Gemüsebrühe die auch schmeckt!

Was gehört in eine gute Gemüsebrühe rein?

Die Zutaten sind recht einfach und quer durch den Garten. In eine Gemüsebrühe gehören Zwiebeln, Möhren, Lauch, Sellerie, Tomaten, Petersilie, Pilze und Salz. Diese Zutaten ergeben im richtigen Mengenverhältnis einen wirklich tollen Geschmack. Das ganze geht auch Instant und das ganz ohne irgendwelche schädlichen Geschmacksverstärker wie etwa Mononatriumglutamat.

Geschmacksverstärker, kleine Kostenbremsen der Nahrungsmittelindustrie

Kosten bremsen, das ist das Ziel jeden Unternehmens, bei der Nahrungsmittelindustrie, insbesondere der, die Fertiggerichte herstellt, tut man das zum Teil mit Geschmacksverstärkern. Sie stehen alle im Verdacht teilweise sehr schädlich zu sein. Ich habe an mir selbst festgestellt, dass Mononatriumglutamat bei mir Kopfschmerzen auslöst und meinen Heuschnupfen begünstigt. Das genügt mir persönlich als Beweis stellvertretend für alle Geschmacksverstärker für dessen Schädlichkeit. Die Liste an Geschmacksverstärkern ist lang, erschreckend lang. Da ich dir diese Liste aber nicht vorenthalten möchte stelle ich dir hier den Link zu Wikipedia bereit.

Hefeextrakt, ebenfalls ein Geschmacksverstärker, fehlt auf dieser Liste. Er bietet eine mehr oder weniger natürliche Alternative, die von der Nahrungsmittelindustrie auch immer häufiger aufgrund der zunehmenden Ablehnung gegenüber Geschmacksverstärkern wie Glutamat, eingesetzt wird. Hefeextrakt enthält ebenfalls Glutamat und Glutaminsäure, jedoch natürlicher Art. Trotz dass auch Vitamine und Mineralstoffe darin enthalten sind, steht Hefeextrakt vermehrt in der Kritik. Ich bin auch nicht unbedingt ein Fan davon. Einen überaus lesenswerten und informativen Artikel zum Thema Geschmacksverstärker Glutamat hat Michaela geschrieben.

Nakur.de

Unsere Einkaufsliste, das brauchen wir für unsere Gemüsebrühe!

Nun erst mal zum Wochenmarkt oder dem Gemüsehändler deines Vertrauens. Folgende Zutaten brauchen wir:

  • 400 Gramm Zwiebeln
  • 300 Gramm Möhren
  • 250 Gramm Sellerie
  • 150 Gramm Meersalz
  • 100 Gramm Lauch
  • 40 Gramm Petersilie glatt
  • 2 Esslöffel getrocknete Steinpilze
  • 1 Esslöffel Tomatenmark

Die getrockneten Steinpilze findet man meist nur in einem gut sortierten Supermarkt. Das Tomatenmark verwenden wir anstelle der Tomaten die gewöhnlich in die Gemüsebrühe kommen. Da wir die Brühe aber nicht kochen sondern „backen“, hat Tomatenmark entscheidende Vorteile.

Du hast nun deine Zutaten? Perfekt, dann man ran an die Arbeit!

Die Zubereitung

Das Rezept als solches stammt übrigens nicht von mir, ich habe in der Zubereitung jedoch auf meine Ausstattung abgestimmte Änderungen in der Vorgehensweise vorgenommen. Das Rezept habe ich hier gefunden und möchte es daher auch nicht mein Eigen nennen.

Zuerst putzen wir das Gemüse und reiben es im Anschluss fein. Man kann es auch grob schneiden und in einer geeigneten Küchenmaschine zerkleinern, aber das ist ganz dir überlassen. Der nun entstandenen Gemüsemasse geben wir nun noch das Meersalz und das Tomatenmark hinzu. Die Petersilie hacken wir fein und geben sie ebenfalls hinzu. Die Steinpilze kommen erst später.

Nun benötigen wir drei bis vier Backbleche mir Backpapier. Darauf verteilen wir die masse und streichen sie dünn aus. Nun schieben wie die Backbleche mir der Gemüsemasse in den auf 80 Grad vorgeheizten Backofen und lassen die Masse vier bis fünf Stunden trocknen. Damit sich die Feuchtigkeit auch verflüchtigen kann steckst du einfach ein Kochlöffel oben in die Tür vom Backofen, damit er leicht geöffnet ist.

Die getrocknete Masse bröseln wir nun grob in einen Mixer, geben die Steinpilze hinzu und mahlen die Brösel fein. Fertig ist die selbstgemachte Gemüsebrühe!

Ich habe mir für die Brühe ein Pastaglas mit etwa 500ml Fassungsvermögen besorgt, gab es für kleines Geld bei dem Discounter mit den kleinen Preisen.

Und nun viel Spass beim nachmachen und Kochen mit der selbstgemachten Gemüsebrühe mit Geschmack!


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