Zum Wunschgewicht – abnehmen ohne Pille, ohne Diät, ohne Falltür

Der Wandel unseres Essverhaltens hat uns über die Jahre verändert, unsere Nahrungsmittel aber auch. Natürliche und unverarbeitete Nahrungsmittel treten immer weiter in den Hintergrund. Unser Tag bietet immer weniger Zeit um uns mit unserer Ernährung zu beschäftigen, weshalb wir dazu neigen uns ungesund zu ernähren. Die Folge: Übergewicht, Fettpölsterchen hier und da, man fühlt sich schlaff und antriebslos. Die Liste der Krankheiten in Folge mangelnder Ernährung scheint unendlich. Diesen Zustand nehmen aber immer mehr Menschen billigend in Kauf ohne zu wissen, wie sehr sie sich selbst Schaden. Ich bin der Meinung, dass die Ursache fast aller Krankheiten in unserer Ernährung liegt, manche Experten und Wissenschaftler sind der gleichen Auffassung.

Wie aber bekomme ich meine Ernährung in den Griff und und halte mein Gewicht oder kann sogar noch abnehmen? Ich zeige dir in diesem Beitrag einen Weg, den Weg den ich auch gehe, bei dem man nicht nur abnehmen kann, sondern auch wesentlich mobiler und leistungsfähiger ist. Abnehmen kann jeder, aber auf eine Wunderpille warten bringt nichts. Nimm DEIN LEBEN selbst in die Hand, du selbst bist dein Herr und Hirte.

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Analysieren

Zunächst solltest du sieben Tage lang deinen Tagesablauf akribisch notieren. Dazu gehört alles aufzuschreiben was du so isst, selbst jedes Bonbon oder Stück Schokolade, alles mit Uhrzeit und Menge. Notiere dir auch deine Aktivitäten, es ist wichtig zu wissen wieviel du dich bewegst. Behalte aber deinen gewöhnlichen Tagesablauf dafür bei, ändere nichts, auch „noch nicht“ dein Essverhalten. Dazu kommen wir später. Notiere alles möglichst genau, mit Uhrzeit, Menge, Distanz usw. Du wirst äußerst erstaunt über das Ergebnis sein, denn du wirst aller Wahrscheinlichkeit nach mehr Essen und dich weniger Bewegen als du selbst dachtest. Ist das so? Dann sollte dir Spätestens jetzt auffallen wo die Probleme liegen.

Mach dir nun einmal Gedanken darüber, worin Zucker, Weißmehl, Stärke und weitere ungesunde Zutaten sind von denen bekannt ist dass sie dick machen. Ich denke du hast deine kleinen Figurkiller gefunden. Es sind in aller Regel die „schnellen“ Kohlenhydrate, sogenannte Einfachzucker, die den größten Faktor bei der Gewichtszunahme als auch beim abnehmen darstellen.

Verbanne ungesundes!

Jetzt solltest du dich daran machen, die Figurkiller, diese Einfachzucker, aus deinem Vorratsschrank zu verbannen oder gegen sinnvolle Alternative auszutauschen. Zucker und Weißmehl sowie Weißmehlprodukte allem voran. Denn mit diesen Kohlehydratbomben wird dir das abnehmen ganz sicher nicht gelingen. Denke bitte auch an deinen Knabberschrank, Chips und süßes sollten darin keinen Platz mehr haben. Instantprodukte, Fertigkram und alles was dem nah kommt, solltest du auch verbannen.

Alternativen

Es gibt heutzutage für viele Nahrungsmittel auch alternativen wenn man einfach nicht verzichten will. Mir geht es auch so, ich möchte nicht auf die Süße im Kaffee verzichten, gelegentlich, wenn auch selten, mal ein Stück Schokolade naschen oder auch mal Nudeln essen. Ich habe Zucker durch Erythrit und Xylit ersetzt, Gewöhnliche Nudeln durch Kichererbsen– und Linsennudeln, gewöhnliche Schokolade durch welche die statt Zucker mit Erythrit, Xylit oder Stevia gesüßt ist. Kartoffelchips, die meist auch noch Geschmacksverstärker enthalten habe ich durch Gemüsechips ersetzt die lediglich mit Meersalz gewürzt und trotzdem sau lecker sind.

Motivation

Hätte, wäre, wenn – das bringt niemanden weiter. MACHEN! Der Wille zum abnehmen muss aber gegeben sein. Selbstmotivation hilft dir dein Ziel zu erreichen. Apropos Ziel, das hast du dir sicher schon gesteckt! Ein langfristiges Ziel, z.B. 10 Kilo weniger und mehrere Etappenziele wie etwa zwei Kilo bis zum Urlaub helfen dir, die Motivation zu halten. So hast du etwas klares vor Augen, das du schaffen willst – und kannst! Aber – mach dich nicht verrückt, zu schnell abnehmen ist auch nicht grade förderlich für deinen Körper, das zunehmen ging ja auch nicht innerhalb weniger Tage. Deine Haut benötigt auch etwas Zeit um sich wieder zurückzubilden.

Abnehmen soll auch spaß machen, daher muss und darf man einfach auch nicht zu streng zu sich selbst sein. Manche Menschen haben damit kein Problem, ich zähle aber zu denen, die dann schnell die Lust verlieren wenn man sich wochenlang streng an einen genauen Plan halten muss. Iss mal ein Eis, oder gönn‘ dir mal ne Pizza. Natürlich nicht jeden Tag oder jede Woche, aber einmal im Monat ist schon ok. Wie gesagt, man muss wenn man Lebensmittel ersetzen kann auch nicht zu sehr verzichten.

Kalorien zählen, nichts für mich. Beim abnehmen mag ich es einfach. Man sollte so essen dass man satt ist und nicht so dass ständig wieder der kleine Hunger kommt. Der kleine Hunger ist mit ein Grund weshalb wir immer wieder zu Schokoriegel und Co greifen. Heißhungerattacken! Nüsse, nicht geröstet und nicht gesalzen, Studentenfutter oder eben Gemüsechips sind eine klasse Alternative, gesund obendrauf. Ich habe fast immer irgendwo Cashew-Kerne griffbereit.

Kalorien sind ohnehin nicht der richtige Maßstab für die Gewichtskontrolle, es kommt mehr auf die Menge der Kohlehydrate und vor allem auf die Art der Kohlehydrate an. Langkettige Kohlenhydrate die der Körper nicht sofort in Glukose umwandeln kann sind die richtigen, sogenannte Mehrfachzucker. Kohlehydrate bringen uns auch die nötige Energie und sind ohnehin Bestandteil unseres Körpers. Wie oben bereits beschrieben, Einfachzucker sind unsere Feinde.

Schreibe dir deine Erfolge auf, notiere dir ein bis zwei mal die Woche dein Gewicht. So kannst du deinen Fortschritt immer nachverfolgen und auf deinen Erfolg, egal wie groß, stolz zurück blicken und sagen „das habe ich schon geschafft“. Das ist ein gutes Gefühl. Mache ein Vorher-Bild ohne jegliche Beschönigung von dir. Kein Bauch einziehen, keine Muskeln anspannen, einfach ein absolut unschönes Bild. An den Schönheitspreis machen wir uns später 😉 Hänge dir das Bild im Bad an den Spiegel oder in die Nähe der Waage oder einen anderen Ort den du regelmäßig betrittst. Führe dir so regelmäßig vor Augen wie du nicht mehr aussehen willst. Ein Bild wie du gerne aussehen würdest hilft dir zusätzlich.

Finde Gleichgesinnte die das gleiche Ziel haben wie du, macht viel gemeinsam, Kochen, Sport, Freizeit, egal was. Sowas motiviert ungeheuer.

Wenn du dich nun auf die Waage stellst und die plötzlich mehr anzeigt als beim letzten mal, KEIN Grund zur Panik, auch wenn du mal „geschlemmt“ hast. Beim abnehmen spielen unzählige Faktoren ein Rolle, die kannst du als „Laie“ nicht alle berücksichtigen und kennen. Probiere aus und experimentiere, lerne deinen Körper einmal kennen, lerne wie dein Körper bei den einzelnen Stellschräubchen reagiert.

Regelmäßigkeit schafft eine gewisse Selbstverständlichkeit im Unterbewusstsein. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, ersetze die schlechten und ungesunden Gewohnheiten einfach durch gute gesunde Gewohnheiten.

Nachhaltigkeit

Dadurch dass du keine Diät im klassischen Sinn machst, sondern vielmehr deine Ernährung und deinen Lifestyle umstellst, wirst du weniger mit dem ungeliebten Jo-Jo-Effekt zu kämpfen haben. Wenn du dich weiterhin gesund und ausgewogen ernährst wird es kein Problem sein dein Gewicht zu halten oder auf ein gesundes Niveau hin abzunehmen. Es mag zwar auch krankheitsbedingt mal das Gegenteil der Fall sein, aber mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung hast du dann zumindest noch die Möglichkeit entgegen zu steuern.

Bewegung

Bewegung ist wichtig! Bei jeder Bewegung verbrennen wir Energie. Mehr Bewegung schadet nicht, im Gegenteil. Zwei mal wöchentlich etwa 20 Minuten ein wenig Ausdauersport verbessern die Kondition, erleichtern das Abnehmen und machen auch fit. Beispielsweise Seilspringen oder Joggen sind einfache Ausdauersportarten die man jederzeit ausüben kann, z. B. morgens vor dem Frühstück mal eben schnell das Sprungseil geschnappt und den Kreislauf mal richtig auf Touren gebracht.

Muskelaufbau

Krafttraining, etwa Hanteltraining oder auch Übungen für die Körperspannung, Klimmzüge und Liegestütz, fördern den Muskelaufbau und Muskelerhalt und das ganz ohne teueres Fitnessstudio. Ich habe mir in einem Sportgeschäft bei uns in der Statt ein Kurzhantel-Set für rund 30€ zugelegt, eine Investition an der ich mein Leben lang habe.

Warum aber Muskelaufbau? Muskeln sind unsere Brennöfen, in denen die Energie verbrannt wird. Unsere Muskeln verbrennen die Energie auch in Ruhephasen. Je mehr Muskeln desto mehr Energie wird verbrannt. Einfach, oder? Mit einer ordentlichen Muskulatur verringern wir auch die Gefahr von Beschwerden die mit einer zu schwachen Muskulatur einher gehen.

 

Ich hoffe ich konnte dir einen kleinen aber hilfreichen Leitfaden für deinen Alltag geben und dir einen recht einfachen und nachhaltigen Weg zeigen dein Körpergewicht zu reduzieren, dein Wohlbefinden und auch dein Selbstwertgefühl zu verbessern.

An dieser Stelle möchte ich noch ein Buch empfehlen, welches ich grade lese und genau diese Ansätze verfolgt. Im Buch werden diese Ansätze jedoch deutlich näher betrachtet. Es geht um „Das Steiner-Prinzip: Vom Schwergewicht zum Wohlfahl-Ich„. Ex-Schwergewichtler Matthias Steiner schreibt über seinen Erfolg beim abnehmen, wie er 45 Kilo in einem Jahr abgenommen hat. Er ist übrigens Typ-1-Diabetiker, daher kennt er seinen Körper ganz genau. Ich kann das Buch wirklich nur jedem empfehlen. Ich werde sicher auch bald noch eine Rezession darüber schreiben.